So wichtig, und doch immer vernachlässigt.
Ein Backup über FTP ist die sicherste Methode, um eine lokale Kopie deiner Website-Dateien auf deinem Rechner zu haben. So gehst du vor:
1. Vorbereitung in FileZilla
- Erstelle auf deiner lokalen Festplatte (linke Seite in FileZilla) einen neuen Ordner, z. B.
Backup_Datum_Webseite. - Navigiere auf der Server-Seite (rechte Seite) in das Verzeichnis, das deine Website enthält (meistens
httpdocs).
2. Der Download-Prozess
- Markiere alle Dateien und Ordner innerhalb von
httpdocs(TastenkombinationStrg + A). - Klicke mit der rechten Maustaste auf die markierten Dateien.
- Wähle “Herunterladen”.
FileZilla arbeitet nun die “Warteschlange” unten im Fenster ab. Warte, bis alle Dateien übertragen wurden und keine Fehlermeldungen unter dem Reiter “Fehlgeschlagene Übertragungen” stehen.
3. Wichtiger Hinweis: Die Datenbank nicht vergessen!
Ein FTP-Backup sichert nur die Dateien (Bilder, PHP-Skripte, CSS). Wenn du ein CMS wie WordPress nutzt, liegen deine Texte und Einstellungen in einer MySQL-Datenbank. Diese wird nicht per FTP übertragen.
So sicherst du die Datenbank bei netcup:
- Logge dich im WCP ein.
- Klicke auf den Reiter “Datenbanken”.
- Wähle bei deiner Datenbank den Punkt “Abbild exportieren” (Dump).
- Speichere die
.sql-Datei auf deinem Rechner im selben Backup-Ordner ab.
4. Automatisierung (Der netcup-Weg)
Netcup bietet im WCP auch ein eigenes Backup-Manager-Tool an. Dort kannst du:
- Backups planen (z. B. täglich).
- Backups direkt auf dem Server speichern oder auf einen externen FTP-Speicher schieben.
- Mit einem Klick den gesamten Zustand wiederherstellen.
Richte im netcup WCP einen automatischen Backup-Plan einrichtest, damit du das nicht immer manuell machen musst?
Ein automatischer Plan ist deine Lebensversicherung, falls mal ein Update schiefgeht oder du versehentlich etwas löschst.
Im netcup WCP / Plesk einen Backup-Plan einrichten.
1. Den Backup-Manager finden
- Logge dich in dein WCP ein.
- Wähle die entsprechende Domain aus.
- Suche in der rechten Seitenleiste oder in der Mitte das Icon “Backup-Manager”.
2. Einen Zeitplan erstellen
- Klicke oben auf den Button “Planen”.
- Setze den Haken bei “Diesen Backup-Aufgabenplan aktivieren”.
- Häufigkeit: Wähle am besten “Täglich”.
- Uhrzeit: Wähle eine Zeit, zu der wenig los ist (z. B. 03:00 Uhr morgens).
3. Die richtigen Einstellungen wählen
Hier sind die empfohlenen Optionen für ein sauberes Backup:
| Einstellung | Empfehlung | Grund |
| Inkrementelles Backup | Aktivieren | Es werden nur Änderungen gespeichert. Das spart massiv Speicherplatz. |
| Vollständiges Backup | Wöchentlich | Einmal pro Woche wird alles frisch gesichert. |
| Aufbewahrung | 7 bis 14 Tage | So kannst du bis zu zwei Wochen zurückgehen. |
| Was sichern? | Alle Konfigurationen & Inhalte | Sichert Dateien UND Datenbanken in einem Rutsch. |
4. Speicherort & Benachrichtigung
- Speicherort: Standardmäßig liegen die Backups auf deinem netcup-Webspace. Achte darauf, dass du genug Speicherplatz in deinem Tarif hast.
- E-Mail bei Fehlern: Trage ganz unten deine E-Mail-Adresse ein und aktiviere “E-Mail senden, wenn bei der Ausführung der Backup-Aufgabe Fehler auftreten”. So musst du nicht ständig selbst nachsehen.
5. Speichern
Klicke auf “OK”. Ab jetzt läuft alles von allein.
Profi-Tipp: Externer Speicher (FTP)
Wenn du ganz sicher gehen willst, dass deine Backups auch dann noch da sind, wenn dein gesamtes Hosting-Paket ein Problem hätte (unwahrscheinlich, aber möglich bei einem Hack), kannst du im Backup-Manager unter “Remote-Speicher konfigurieren” einen externen FTP-Server (z.B. einen anderen Server oder eine Cloud) angeben.
Kleiner Hinweis am Rande: Die automatischen Backups verbrauchen einen Teil deines gebuchten Speicherplatzes. Wenn dein Hosting-Paket fast voll ist, solltest du die Anzahl der gespeicherten Backups (Punkt 3) etwas reduzieren.
Ein Backup im Notfall mit nur zwei Klicks wieder einspielen.
Das ist der wichtigste Teil, denn ein Backup nützt nur dann etwas, wenn man weiß, wie man es im Ernstfall schnell zurückholt. Bei netcup (im WCP/Plesk) ist das zum Glück sehr einfach.
So spielst du ein Backup wieder ein (Restore)
- Backup-Manager öffnen: Gehe im WCP wieder auf “Websites & Domains” und klicke rechts auf den “Backup-Manager”.
- Sicherung auswählen: Du siehst eine Liste mit Daten (z. B.
19. Feb. 2026). Klicke auf das Datum des Backups, das du wiederherstellen möchtest (idealerweise ein Zeitpunkt, an dem noch alles funktioniert hat). - Was soll wiederhergestellt werden? Du hast nun zwei Möglichkeiten:
- Alles: Wähle “Alle Objekte”, wenn die komplette Seite (Dateien + Datenbank) kaputt ist.
- Nur Teile: Wenn du z. B. nur eine bestimmte Datei gelöscht hast oder nur die Datenbank zerschossen ist, wähle “Ausgewählte Objekte”. Dort kannst du dann gezielt “Datenbanken” oder “Dateien” anklicken.
- Wiederherstellungs-Optionen: Lasse die Standardeinstellungen meist so, wie sie sind.
- Wichtig: Wenn du eine Fehlermeldung vermeiden willst, falls die aktuelle (kaputte) Seite noch Dateien blockiert, aktiviere (falls verfügbar) die Option, dass bestehende Dateien überschrieben werden dürfen.
- Starten: Klicke auf “Wiederherstellen”.
Was passiert währenddessen?
- Warten: Das System arbeitet im Hintergrund. Je nach Größe deiner Seite kann das von ein paar Sekunden bis zu mehreren Minuten dauern.
- Status: Du siehst oben im WCP einen blauen Balken oder eine Info-Meldung, wenn der Prozess abgeschlossen ist.
- Ergebnis: Sobald die Meldung “Wiederherstellung abgeschlossen” erscheint, ist deine Seite wieder auf dem Stand des gewählten Datums.
Ein kleiner “Retter-Tipp” vorab:
Bevor du ein Backup einspielst, ist es oft ratsam, noch schnell ein manuelles Backup vom aktuellen (kaputten) Zustand zu machen. Warum? Falls das Einspielen des alten Backups aus irgendeinem Grund nicht den gewünschten Erfolg bringt, hast du zumindest nichts zusätzlich verloren.
Hinweis: Während der Wiederherstellung kann deine Website kurzzeitig langsam sein oder einen Wartungsmodus anzeigen. Das ist völlig normal.

