XZ550 – Der erste Kontakt

Wir schreiben das Jahr 2007

Suche, Fund, Kauf

Ich war umgezogen und suchte nach einem preiswerten, gebraucht Motorrad, mit ca. 50 Ps und Touren tauglich sollte es sein, sehr gerne mit kleinen Fehlern, wenn der Preis stimmte. Fündig wurde ich online, zwei Orte weiter wurde eine Yamaha XZ550, mit 50 Ps, angeboten. Am Telefon erklärte mir der Besitzer, das Bike stände schon länger in einer kleinen Halle und bräuchte etwas Zuwendung. Die Batterie sei leer, aber beim Abstellen vor zwei Jahren wäre sie noch einwandfrei angesprungen und gelaufen.
Wir haben einen Besichtigungstermin ausgemacht und bei meiner Ankunft erwartete mich ein weißes Motorrad, reichlich verstaubt und natürlich war die Batterie defekt. Es wurde dann, von meinem Auto, Starthilfe geleistet und der Anlasser drehte den Motor perfekt durch. Wir haben uns dann auf einen für beide Seiten fairen Preis geeinigt. Zwei Tage später hab ich die Maschine dann mit einem Anhänger abgeholt.


Abholung, Freude, Abschied

Ich freute mich sehr über meinen Kauf, auch wenn ich von dem Bike noch gar keine Ahnung hatte, aber es hatte ja ein englisches Reparaturhandbuch dazu gegeben. Natürlich habe ich die Maschine zu Hause sofort abgeladen und dann schlug das Schicksal wieder unbarmherzig zu. Ein Bekannter kam zufällig vorbei. Er machte gerade den Motorradführerschein nach und bekam glänzende Augen, als er die XZ550 sah. Er meinte, die Maschine würde super zu ihm passen, mit Kardanantrieb und der großen Vollverkleidung wäre sie genau die Art von Tourer, die sehr gut zu ihm passen würde. Die weiße Lackierung verleihe dem Motorrad ein edles Aussehen und für ihn als Fahranfänger und sein Budget wäre das Bike ideal. Nach einer Erfrischung in Form eines Pott-Kaffees, hatte er mich dann weich gekocht und wir luden die Maschine wieder auf den Anhänger und brachten sie zu ihm. Ich war zwar kurzzeitig Besitzer einer Yamaha XZ550, aber nie einen Meter mit ihr gefahren.


Abstauben, Inspektion, Ausfahrt

Da mein Bekannter mir auch schon den ein oder anderen Gefallen getan hatte und wir gut miteinander klarkamen, habe ich ihm versprochen, bei der Inspektion und der Wiedererweckung zu helfen. Drei Tage später war das Bike gereinigt, Motoröl gewechselt und mit frischen Zündkerzen versehen. Der Luftfilter und die Batterie waren erneuert und im Tank war frischer Sprit. Eigentlich war damit alles erledigt, was man für einen Start aus dem Winterschlaf braucht. Natürlich strafte uns das Leben und meinte, es kommt kein Benzin im Motor an. Also, Tank und Co. wieder abbauen, Vergaser ausbauen und Benzinpumpe prüfen. Pumpe war i.O., Benzin wurde gefördert, also Vergaser zerlegen, reinigen und durchblasen. Jetzt wieder alles zusammen bauen und siehe da, mit etwas Starthilfe und Startpilot springt sie an. Super, jetzt einmal Warmlaufen lassen und dann Testen, ob das Motorrad wieder anspringt. Auch den Test hat sie mit Bravour bestanden. Einen Tag später waren dann auch neue Reifen drauf, das Öl des Kardangetriebe gewechselt und neues Kühlmittel im Kühlsystem. Zwei Wochen später hatte Tom dann seinen Führerschein, dass Bike hatte eine frische HU und wir haben die erste gemeinsame Tour abgespült. Leider ist kurz darauf der Kontakt abgerissen, aber ich war während der Inspektion Mitglied im deutschen XZ550 Forum geworden. Dieser Kontakt hat bis heute gehalten.

An dieser Stelle einen herzlichen Dank für die freundliche und reichliche Unterstützung im XZ550 Forum.